„Wenn wir wirklich wollen, dass die Menschen auf Bus und Bahn umsteigen, dürfen wir den Umstieg von der Bahn auf die letzte Meile nicht unnötig kompliziert machen, sondern brauchen Bus, S-Bahn, Regionalbahn und Bikesharing an einem Platz!“

Die CDU Esslingen wirft der Esslinger Stadtverwaltung schwere Versäumnisse im Zusammenhang mit dem öffentlichen Nahverkehr in der Stadt vor. „Als es um die Neugestaltung des ZOBs ging, lag für den SPD-Oberbürgermeister die Priorität darauf, für teures Geld eine schicke Überdachung über die Bussteige zu planen. Jetzt zeigt sich, dass offenbar deutlich weniger Energie in die Planung angemessener Kapazitäten gesteckt wurde“, erklärt dazu der Vorsitzende der Esslinger CDU, Tim Hauser.

Der stellv. CDU-Vorsitzende Hannes Griepentrog ergänzt: „Es kann nicht angehen, dass der zuständige Bürgermeister Ingo Rust, ebenfalls SPD, die Lösung darin sieht, den öffentlichen Personennahverkehr in der Stadt weniger attraktiv zu machen“. Busse würden dann genutzt werden, wenn sie entweder auf die weiteren Verkehre abgestimmt seien oder wenn sie so häufig fahren würden, dass man nie länger als zehn Minuten warten müsse. Eine zentrale Verkehrsdrehscheibe sorge sicherlich für Herausforderungen, sagt Griepentrog, betont aber: „Wenn wir wirklich wollen, dass die Menschen auf Bus und Bahn umsteigen, dürfen wir den Umstieg von der Bahn auf die letzte Meile nicht unnötig kompliziert machen, sondern brauchen Bus, S-Bahn, Regionalbahn und Bikesharing an einem Platz!“ Bevor man einen zweiten ZOB plant, sei zudem zu prüfen, inwieweit sich etwa weitere Bussteige oder bessere Anschlüsse an den Innenstadtring bei der Bebauung des alten Busbahnhofareals integrieren ließen.

Hauser, der auch Mitglied der Regionalversammlung ist, zeigte sich zudem verwundert darüber, dass der zuständige Bürgermeister Rust lieber die Schuld auf die S-Bahn schiebt, als nach Lösungen für Esslingen zu suchen: „Ja – die S-Bahn muss pünktlicher werden!“ Deshalb habe die Regionalversammlung, auch auf Initiative der CDU-Regionalfraktion bereits Maßnahmenpakete auf den Weg gebracht, um die Pünktlichkeit unserer S-Bahn zu verbessern: Zusätzliche Fahrzeuge, mehr Personal, Investitionen in die Infrastruktur, bessere Fahrgastinformation und der 15 Minuten-Takt. „Wir wollen, dass die Reisezeiten kürzer und zuverlässiger werden“, so Hauser. Grundvorrausetzung sei allerdings ein funktionierender Ab- und Zubringerverkehr, also eine häufige und zuverlässige Anbindungen der Busverkehre an die S-Bahn. „Das ist Aufgabe der Stadt, nicht Aufgabe der S-Bahn!“ Hier habe man zur Zeit leider den Eindruck, dass eine rückläufige Entwicklung stattfinde – und dass handelnde Personen nicht unbedingt wissen, wovon sie reden, so Hauser: „Die S-Bahn in der Region Stuttgart transportiert täglich fast eine halbe Million Menschen, sie ist das Rückgrat unseres Regionalverkehrs. Und Bürgermeister Rust behauptet, sie bringe uns nicht viel. Gerade er sollte es eigentlich besser wissen!“

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